Fernsehen heute und in Zukunft

Anforderungen an Geräte und Empfangsanlagen

1. Einleitung
Stand 2010 herrscht noch gemischter Betrieb, d.h. Fernsehen und Radio werden sowohl digital als auch analog übertragen. Wir wissen heute, daß am 30.4.2012 die Ausstrahlung analoger SAT-Programme endgültig beendet wird. Somit wird auch das analoge Kabel- Fernsehen in absehbarer Zeit danach nicht mehr ausgestrahlt werden. Damit ist dann in Haushalten, die nicht auf Digitaltechnik umgestellt haben, Fernsehen nur noch sehr eingeschränkt bis gar nicht möglich. Um also auch in Zukunft die zunehmend in hochauflösender Digitaltechnik (HD = High Definition) übertragenen Sendungen empfangen zu können, sollte so früh als möglich mit der Auf- bzw. Umrüstung bestehender Empfangsanlagen begonnen werden. Es genügt bei weitem nicht, sich einen modernen Flachbildfernseher anzuschaffen. Im Gegenteil, durch diese Geräte werden die Unzulänglichkeiten des Empfangs nur umso deutlicher dargestellt, im Klartext: Das Bild wird noch schlechter.


2. Kabelempfang (DVB-C)
Hier gilt, je älter die Anlage, desto mehr muss umgebaut werden. Meist ist nur eine Baumstruktur des Netzes vorhanden, sodaß das einfache Umstellen auf SAT-Empfang nicht möglich ist. In ordentlich gebauten Anlagen ist es meist damit getan, die vorhandenen Antennendosen gegen Multimediadosen guter Qualität auszutauschen um einwandfreien digitalen Kabel-Empfang zu gewährleisten. Möglicherweise muss noch der eine oder andere Verstärker erneuert werden. In sehr alten Anlagen müssen vielleicht auch die Verkabelung, Verstärker und die Verteiler ersetzt werden. Auch Kabelempfang wird ab ca. 2012 nur noch digital möglich sein und es muß spätestens dann auch ein digitaler Kabelreceiver für jedes TV-Gerät angeschafft werden, es sei denn das TV Gerät ist selbst in der Lage digitale Kabelprogramme (DVB-C) zu empfangen, was zunehmend der Fall ist.


3. Satellitenempfang (DVB-S)
Bei Errichtung einer neuen Empfangsanlage ist SAT Empfang unsere eindeutige Empfehlung, da dies die zukunftssicherste Empfangstechnik darstellt. Auch ein Kabelnetzbetreiber bekommt seine Programme über SAT.


3.1 SAT-klassisch
Bei Umbau älterer Anlagen ist das vielfach nicht in klassischer Weise (jeder Teilnehmer hat dann für jedes TV-Gerät einen eigenen SAT-Empfänger) wegen der meist vorhandenen Baumstruktur der Antennenverdrahtung anwendbar. Will man dennoch diesen klassischen Sat-Empfang realisieren, müssen in jede Wohneinheit mindestens zwei (oder mehr für 2. und 3. Gerät) Leitungen hoher Qualität sachgerecht vom Flur in die Wohnung verlegt werden (Leitungen dürfen nicht geknickt werden). Bei vielen Objekten also ein großer Aufwand.

Achtung: Jeder Teilnehmer braucht dann zwingend einen SAT-Receiver pro TV Gerät bzw. SAT-taugliche TV-Geräte.


3.2 SAT-Umsetzung (QAM)
Vor allem bei Wohnanlagen kommt aus Kostengründen und der einfacheren Installation halber nur die sogenannte QAM-Umsetzung in Frage. Dabei wird zentral das Satellitensignal von einer (oder zwei wenn internationale Sender benötigt werden) SATAntennen (ugs. Satellitenschüsseln) empfangen und dann in einer Aufbereitungsanlage auf digitale Kabelprogramme umgesetzt. Das bedeutet, der einzelne Teilnehmer muss in der Lage sein (bzw. in diese versetzt werden), digitale Kabelprogramme, so wie sie schon heute, und ab 2012 sowieso nur noch, verbreitet werden, zu empfangen. Das ist mit den meisten DVB-C Receivern möglich. Allein durch den kpl. Wegfall der Kabelgebühren amortisiert sich eine solche Anlage in kurzer Zeit. Auf Wunsch kann damit auch UKW Radio und auch noch DVB-T empfangen werden. Im Normalfall muß am vorhandenen Netz und den Dosen nichts verändert oder erneuert werden.

Achtung: Jeder Teilnehmer braucht dann DVB-C fähige Endgeräte.

4. Digitales Überall-Fernsehen (DVB-T)

Das funktioniert zwar überall, jedoch werden hier nur geringe Datenraten (=mindere Qualität) übertragen, HD-Übertragung ist in Deutschland nicht vorgesehen. Die empfangbare Qualität ist für TV-Geräte ab 32 Zoll Diagonale eher eine Zumutung denn ein Vergnügen und die Programmauswahl (keine internationen Programme und wenig „Dritte“) ist sehr begrenzt. Nicht empfehlenswert, geht gerade als Notlösung durch.


5. Unsere Kosten:
Stundensatz Einzel-Montage: 41,18 € netto Stundensatz Montage mit 2-Mann-Team: 74,39 € netto Alle angegebenen Preise sind Nettopreise.


6. Häufig gestellte Fragen (FAQs):
Was passiert, wenn unsachgemäß an den Antennenanschlüssen gearbeitet wird ? Eine Baumstruktur ist hier sehr viel anfälliger als eine Sternstruktur. Unterbricht man in einer Baumstruktur beispielsweise einen Zweig, so haben alle nachfolgenden Teilnehmer an diesen Zweig keinen Empfang mehr. In sternförmigen Netzen kann das nahezu ausgeschlossen werden.


Was passiert bei schlechtem Wetter?
SAT Empfang kann durch extremes Wetter gestört werden. Hier gilt, je größer der Durchmesser des Empfangsspiegels desto störunanfälliger ist der Empfang (Schlechtwetterreserve). Auch ein Kabelnetzbetreiber bekommt seine Programme über SAT, somit kann auch der Kabelbetrieb bei schlechtem Wetter ausfallen, nur gibt's hier mehr Redundanz.

Gewährleistung?
Auf die von uns errichtete Anlage gibt's 2 Jahre Gewährleistung. Sollte mehr gewünscht sein, besteht die Möglichkeit eines Wartungsvertrages, der aber dann von Anfang an beauftragt werden muss.


Gibt es einen 24h Service?
Hier ist erstmal zu klären, was damit genau gemeint ist. Wir verstehen darunter, einen Fehler innerhalb von 24h zu beheben. Kann ggfs. im Wartungsvertrag mit eingeschlossen werden, ohne Wartungsvertrag nicht möglich.


Was ist mit SKY (ehemals Premiere) & Co.?
Wird mit der beschriebenen Technik, egal ob DVB-C oder DVB-S, empfangen. Nur muss das Empfangsgerät in der Lage sein, die verschlüsselten Sendungen zu entschlüsseln (=dekodieren). Dazu braucht's im Receiver oder im TV-Gerät einen Kartenschacht, in den direkt die Chipkarte (= smart card), bzw. das CA-modul (welches die Chipkarte aufnimmt und entschlüsselt), eingesteckt wird. Die Chipkarte kommt gegen Gebühr vom Bezahl- Fernseh-Anbieter (pay tv provider).